Workshops in Zeiten von Corona

Autor: Hannes Schnur

Hannes Schnur ist normalerweise nicht oft im Büro anzutreffen. Er hält Workshops für Jugendliche in Schulen, in Firmen und in AMS-Maßnahmen und ist somit immer “on the Road”.
Und dann kam Corona… Lest hier s
ein  derzeitiges Stimmungsbild:

 

Seit Oktober sind die sogenannten „Präsenz-Workshops“ nicht mehr möglich.

Wieder einmal. Und wieder fehlen sie mir, die direkten Kontakte bei den Workshops: mit den Lehrlingen, den SchülerInnen, den TeilnehmerInnen an Kursmaßnahmen.
Ich kann sie nicht spüren, ihnen nicht in die Augen schauen, ich kann ihre körperliche Präsenz nicht wahrnehmen – das alles gibt es in den virtuellen Substituten, den Webinaren und Onlineworkshops, nicht.
Und damit fehlt mir etwas ganz Wesentliches in der Wissenvermittlung, in der Präsentation von Inhalten, in der Moderation von Workshops: mir fehlt die Bühne und mir fehlt das Publikum!

So geht es vielen Lehrenden, so geht es auch vielen Menschen, die sich im künstlerischen Bereich an real präsente Menschen wenden wollen, um mit ihnen zu kommunizieren: SchauspielerInnen, SängerInnen, RegisseurInnen und viele mehr.

 

Ich habe in den letzten Monaten viele virtuelle Werkzeuge kennen gelernt.

Zoom, Breakout Sessions, MentiMeter, Jamboard und wie sie alle heißen. Ich staune, was alles über den Bildschirm und die Internetverbindung möglich ist. Und ich bin auch neugierig und wissensdurstig, was diese Tools betrifft.
Nur: die „Bühne“ können und werden sie mir nicht ersetzen. Ich sehe im Webinar meine TeilnehmerInnen, aber ich „spüre“ sie nicht. Sie sind Abbilder, aber vor mir habe ich sie nicht.
Solange es nötig ist, werde ich die elektronischen Tools zum Wissenstransfer nutzen, einige vielleicht später auch noch.

 

Aber ich freue mich auf den Tag, an dem ich wieder „raus“ kann, die „Bühne“ wieder betreten kann und mein „Publikum“ wieder vor mir habe.

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