3-Konten modell

Autor: Kathrin Ganglberger

Wer kennt es nicht, das leidige Thema Geld in einer Beziehung.
Kathrin Ganglberger schreibt darüber wie es in der Karenz ein Umdenken gab, denn sobald ein Ungleichgewicht herrscht kann schnell Unmut aufkommen.
Eine wirklich praktische Lösung war für sie das 3-Konten-Modell.

 

Bei uns fing es mit der Karenzzeit an.
Erstmalig begann es finanziell zu zwicken und wir bemerkten das wir uns nun doch intensiver mit unseren Finanzen auseinandersetzen müssen.
Doch das ist gar nicht so einfach getan, ins Thema Geld spielen einfach viele Emotionen hinein und alte Muster wie “der Mann bringt das Geld nach Hause” funktionieren in den meisten Fällen nicht mehr  (ich als Frau wage ja auch zu bezweifeln dass mich diese Modell glücklicher machen würde…).
Hinzu kam bei uns das ich als Frau durch Teilzeitarbeit und Kinderbetreuung plötzlich weniger Geld verdiente als mein Mann. Die bequeme fifty-fifty Aufteilung ging also flöten.

Irgendwann kamen wir an einen Punkt an dem wir bei jedem noch so kleinen Geldthema stritten. Oder unzufrieden waren.
Wer zahlt was?
Wer zahlt mehr?
Wieso kaufst Du Dir schon wieder was?
Und wieso kaufst Du Dir DAS????

Die Lösung brachte uns eine Budgetberatung. Dort lernten wir das 3-Konten-Modell kennen und lieben, es ist ein einfache Methode um das Thema Geld in der Partnerschaft möglichst gleichwertig zu lösen.

Wie funktioniert das 3-Konten-Modell?

Es gibt 3 Konten:
– ein gemeinsames Konto und
– zwei “Privatkonten” für jeden Partner

Auf das gemeinsame Konto kommen ALLE Zahlungseingänge:
Lohn, Familienbeihilfe, Geldgeschenke, Sparbucherlöse, Verkaufserlöse, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und sonstige Beihilfen.
Von diesem Konto gehen auch ALLE Zahlungen weg:
Fixkosten wie Miete oder Kreditraten, Urlaub, Kindersachen, Lebensmittel, Hygieneartikel, Auto, etc.

Und dann gibt es die beiden “Privatkonten” für jeden Partner.
Monatlich wird ein Fixbetrag auf die beiden Privatkonten vom gemeinsamen Konto überwiesen.
Von diesem Konto werden sämtliche “Privatvergnügen” bezahlt, zb das eigene Hobby oder Shoppingtripps oder zb auch die Verpflegung während der Arbeitszeit.

In unserem Fall bekommt jeder gleich viel. Ob das in Deinem Fall auch passend ist müsst ihr selbst entscheiden.
Wir haben außerdem die beiden Privatkonten bewusst getrennt, ich habe keinen Einblick und Zugriff auf das Konto meines Mannes und umgekehrt. So kann erst gar kein Neid oder Unmut entstehen – ein bisschen finanzielle Privatsphäre braucht der Mensch.

Anhand einer Einnahmen-Ausgaben-Liste kann ermittelt werden wieviel Geld auf welches Konto kommt.

Wenn Du Hilfe brauchst melde Dich zu unserer kostenlosen Budgetberatung an. Manchmal hilft ein Bick von Außen um eine verzwickte Situation aufzulösen.

 

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